Fred gibt als erste Lektion eine Übung heraus, bei der man wiederholt (ungefähr eine halbe Sekunde lang) eine Taste oder einen Knopf mit derselben Kraft drücken muss und dabei langsam den Balgdruck erhöht. Das beginnt sehr leise und geht bis sehr laut. Dabei soll man auf die Tastatur und den Ton achten (Sie sollten das auch ausprobieren, sehen sie sich die Übung unten an).
Man merkt, dass Taste oder Knopf anfangs sehr leicht und sehr einfach gedrückt werden können. Je mehr und stärker man zieht, desto schwerer wird es, einen Knopf oder eine Taste zu drücken. Man sollte erfahren, dass die Töne immer kürzer werden und immer mehr ins Staccato gehen, wenn man stärker zieht, obwohl Knöpfe oder Tasten die gleiche kurze Zeitdauer gedrückt bleiben.
Sowohl die höher werdende Kraftanstrengung als auch die zunehmende Verkürzung der Länge eines Tons kommen daher, dass man einen Unterdruck erzeugt und damit das Ventil am Tonloch schließt, wenn man den Balg ständig mit Kraft aufzieht. Je stärker man zieht, desto schneller wird das Ventil zumachen. Der Extradruck von diesem Anpressvorgang führt dazu, dass man stärker und stärker auf die Tastatur drücken muss. Wenn man schließlich die Taste loslässt und immer noch stark zieht, schließt sich ein Tonventil einerseits wegen der Kraft der Feder, und andererseits vom Unterdruck. Je stärker der Unterdruck, desto schneller kommt der Ton. Wenn man dieselbe Übung macht, wenn man den Balg schließt, wird man herausfinden, dass der Druck dazu beiträgt, die Luftzufuhr zum Ton schnell zu unterbrechen.
Zusammengefasst: Stärker Ziehen des Balgs= schnelleres Ende des Tons, stärker Drücken des Balgs= schnellerer Beginn eines Tons.
Wie mir Fred immer und immer wieder erklärt hat (Ich werde das genauer in einem anderen Post erklären), hat jeder Ton drei Teile: Beginn, Mitte und Ende. Der zusätzliche Druck egal in welcher Richtung, führt dazu, dass Töne schneller kommen. Er führt dazu, dass ein Ton schneller entsteht oder schneller verklingt. Die Theorie: mehr Luft = schnellere Tonbildung.
Wenn die Tasten/Knöpfe genügend Widerstand bieten, können wir sie als Sprungbrett nutzen, um weiterzuspielen.
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